FODMAPs - Kann man das essen?

Nachdem wir in einem meiner letzten Blog-Beiträge gelernt haben, was eine Weizensensitivität überhaupt ist und wie kontrovers sie in der Wissenschaft diskutiert wird, widmen wir uns heute den FODMAPs. 

Diese stehen nämlich unter Verdacht, ebenfalls ihren Beitrag zu auftretenden Unverträglichkeiten durch Getreidekonsum zu leisten. Also: Ab jetzt die Augen aufsperren! Wir lernen mal wieder etwas Neues:

Die Abkürzung FODMAP kommt aus dem Englischen und umfasst Fermentierbare Oligo-, Di- sowie Monosaccharide und (And) Polyole. Einfach gesagt beschreiben FODMAPs also eine Gruppe von kurzkettigen Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen, die fermentierbar (vergärbar) sind und z.B. in Getreide, bestimmtem Gemüse, Obst, Süßstoffen und Milchprodukten vorkommen. Dementsprechend sind FODMAPs auch nicht giftig und kommen ganz natürlich in unseren Nahrungsbestandteilen vor. Trotzdem können FODMAPs besonders bei Patienten mit Verdauungsbeschwerden oder einem Reizdarmsyndrom zu einer Verschlimmerung ihrer Symptome führen. Auch bei Menschen mit einer Weizensensitivität kann eine FODMAP-arme Diät vermutlich Linderung bringen. Aber warum? Mit Blick auf die Verdauung haben alle FODMAPs drei wesentliche Gemeinsamkeiten.

  1. FODMAPs können vom Dünndarm nur schwer oder gar nicht aufgenommen werden. Das liegt entweder daran, dass die Moleküle der Nahrungsbestandteile zu groß sind, um die Darmwand zu passieren, oder daran, dass die Transportkapazität durch die Darmwand eingeschränkt ist. Außerdem kann die Enzymaktivität, die zum Überwinden der Darmwand benötigt wird, nur begrenzt oder gar nicht vorhanden sein. 
  2. FODMAPs haben eine hohe Wasserbindungskapazität. Das führt unter Umständen dazu, dass sich zu viel Flüssigkeit im Darm ansammelt und die Transportgeschwindigkeit bei der Verdauung erhöht wird. Und das bedeutet leider: Durchfall.
  3. Durch ihre kurzen Kohlenhydratketten bauen Bakterien die FODMAPs besonders schnell ab. Eine sofortige Gärung setzt ein und es entstehen Gase; und damit auch der Blähbauch.

Und nun? Schlauer? Wer glaubt, dass er Probleme mit FODMAPs hat, sollte definitiv einen Arzt oder Ernährungsberater aufsuchen, da das Weglassen dieser Nahrungsbestandteile sofortige Auswirkungen auf den Darm und die empfindliche Darmflora hat. Die speziellen FODMAP-armen Diät werden auf den Patienten zugeschnitten und nur in einem begrenzten Zeitraum durchgeführt.

Habt ihr bereits Erfahrungen mit FODMAPs? Ab damit in die Kommentare. 

Alles Liebe,
Eure Nathalie.

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